35mm vs 35mm - Lichtstärke vs. Kompaktheit - Samyang vs Samyang - reine Kopfsache? by Martin Drobusch

Sony's Alpha-Reihe in Form der A7-Modellpalette steht grundsätzlich für spiegellose Systemkameras mit sehr guter Bildqualität, einem riesigen Funktionsumfang bei dennoch moderater Baugröße. Allgemein sind die so genannten "spiegellosen Systemkameras" nahezu dafür prädestiniert auch mit kompakter gebauten Objektiven genutzt zu werden. 

Wem allerdings eine sehr gute Bildqualität und hohe Lichtstärke wichtig ist, kommt auch bei jenen Kameras nicht drum herum Objektive mit entsprechend viel Glas und damit einhergehender Baugröße und zusätzlichen Gewicht in Kauf zu nehmen. Die Unterschiede zu "klassischen" DSLR-Objektiven sind dann letzten Endes gar nicht mehr so gravierend.

Nur stellt sich natürlich auch immer die Frage: Wieviel Lichtstärke und Freistellung benötigt man an modernen Kleinbild-Sensoren mit hohen nutzbaren ISO-Werten tatsächlich im Alltag?

Auch ich stelle mir diese Frage gelegentlich. Ein ideales Beispiel für den Vergleich von Baugröße vs. Lichtstärke kann man bei Sony selbst finden - oder mittlerweile auch bei dem "Dritthersteller" Samyang.... Sowohl Sony als auch Samyang haben sich dazu entschieden einmal ein hoch-lichstarkes 35mm Objektiv mit Offenblende f/1.4 auf den Markt zu bringen und darüber hinaus eine jeweils sehr kompakte und leichte Variante mit moderter Offenblende von immerhin noch f/2.8. Zur Einordnung: Das sind ganze zwei Blendenstufen weniger - bei sehr wenig Licht kann das u.U. schon das Zünglein an der Waage für den ein oder anderen ausmachen. 

Da mich die beiden Sony-Derivate in Form des 35er f/1.4 als auch das kleine 35er f/2.8 preislich nicht so wirklich angesprochen haben, entschied ich mich vor einiger Zeit für das Samyang 35mm f/1.4 AF und kann sagen: Wow, ein wirklich massiv und gut gebautes Glas mit toller Abbildungsleistung! Einzig der Autofokus-Motor könnte gern eine Spur leiser arbeiten. Größe und Gewicht sind eher "klassenüblich" zu bezeichnen - aber schon weit weg davon um noch als kompakt bezeichnet werden zu können. Das Teil macht definitiv Spaß.

Warum dann überhaupt der Gedanke an ein 35er f/2.8 ?   Nun - es ist eben auch immer eine Kosten/Nutzen Frage. Ich bin bevorzugt mit Brennweiten >50mm unterwegs und das 35er f/1.4 von Samyang ist schon eher ein Spezialist - aufgrund der Größe und des Gewichtes landet es auch nicht immer in der Fototasche. .. kurz gesagt: Wenn ein Glas mehr im Schrank verweilt, sollte man sich durchaus Gedanken darüber machen ob man es wirklich benötigt. So geschehen - und als einer der großen Internet-Händler plötzlich das "kleine" Samyang 35 f/2.8 im Angebot hatte, griff ich zu um mir selbst einen Eindruck davon zu machen.

Und der Unterschied könnte rein äußerlich nicht größer sein - da liegen tatsächlich "Welten" zwischen dem kleinen (f2.8) und großen Bruder (f1.4) wie man hier unschwer erkennen kann:

Ja - es handelt sich tatsächlich um zwei Festbrennweiten mit jeweils 35mm Brennweite!

Neben der Größe spielt aber natürlich auch die Haptik eine gewisse Rolle - so ist das kleine 35er f/2.8 tatsächlich ziemlich "plastikhaft" und fühlt sich nicht allzu wertig an - dafür wiegt es mir nur 86g auch weniger als eine kleine Tafel Schokolade - das ist schon eine Ansage. Die Gegenlichtblende (auf dem Bild bereits montiert) ist eher gewöhnungsbedürftig und auch nicht allzu effektiv bei entsprechend flachen Gegenlichtsituationen. 

Das 35er f/1.4 auf der anderen Seite ist mit 645g mehr als 7x! so schwer - und auch entsprechend ausladender und auffälliger. 

Ich habe mich nach ersten Aufnahmen dann aufgrund der Kompaktheit und Eingangs erwähnten Wenignutzung für das kleinere f/2.8er Modell entschieden. Die Schärfe ist offen schon ziemlich gut und legt leicht abgeblendet noch weiter zu - zudem passt es nahezu in jede Jackentasche - und auf jedenfall in jede Fototasche mit hinein. Man kann damit unglaublich unauffällig und dezent Street-Photography betreiben - der Autofokus ist zwar auch kein absoluter Leisetreter aber mit der aktuellsten Firmware Version Ver03 auf jedenfall flott und treffsicher!

Apropos Firmware-Updates... dafür benötigt man die entsprechende "Lens Station" von Samyang für Sony FE, welche man leider seperat erwerben muss (ca 50€). 

Das 35er f/2.8 wurde in meinem Fall allerdings schon mit der aktuellsten Firmware ausgeliefert.

Es gilt also abzuwägen und sich selbst die Frage zu stellen: Sind die 35mm "DIE" Brennweite mit der man einen Großteil seines fotografischen Alltags erledigt? Dann spricht sicher vieles für das tolle und solide gebaute 35mm f/1.4 - welches preislich zum Sony-Derivat auch noch sehr gut dasteht!

Wer dagegen eher spontan und leicht unterwegs sein möchte sollte sich durchaus mal das "kleinere" 35er von Samyang ansehen, denn auch hier ist der Preisunterschied zum Sony-Derivat ziemlich eklatant - die Bildqualität dagegen vermutlich auf einem vergleichbaren Level.

Abstriche macht man bei beiden Samyang in Hinblick auf die Lautstärke des AF-Motors und beim kleinen f/2.8er in Sachen Haptik und der für meine Begriffe zu klein geratenen Gegenlichtblende. 

 

Sommer in Albufeira - Portugal (Algarve) by Martin Drobusch

Vor einigen Wochen war es mal wieder soweit... ich war urlaubsreif! Trotz des tollen Wetters hier in der Heimat bestand akutes Fernweh-Verlangen. Also musste ein Ziel her und in der Überlegung waren diverse griechische Inseln, Mallorca und Portugal.

Da ich bereits auf 3 griechischen Inseln und auch schon auf Mallorca war, entschieden wir uns kurzerhand für die Algarve in Portugal.
Konkret: Den Küstenort Albufeira ganz im Süden Portugals mit direktem Zugang zum Atlantik.

Die kleine Stadt ist in der Vorsaison (Juni) noch nicht allzu überlaufen, die Strände bieten zu der Zeit ebenfalls mehr als ausreichend Platz für jedermann und in den Restaurants oder auch Bars und Clubs bekamen wir immer problemlos einen freien Platz. 

Man kann super am Strand relaxen, in der Innenstadt schlendern, shoppen oder natürlich auch die portugiesische Küche in einen der vielen Restaurants genießen - idealerweise mit einem Licor Nacional oder Vermouth. Die Süßspeisen zum Nachtisch sollten unbedingt probiert werden - gleiches gilt für die typischen "Pasteis de Nata" (portugiesische Puddingtörtchen).

Wer dann genug geschlemmt hat und einen gewissen Bewegungsdrang verspürt, dem sei für die Abendplanung die "Partymeile" der Old Town ans Herz gelegt... dort kann zwar auch gegessen werden, allerdings ist es dort weit weniger gemütlich und das Publikum häufig jung, englischsprachig und je nach Uhrzeit entsprechend stark alkoholisiert.  Bars und Clubs reihen sich entlang der Straße dicht an dicht, hier findet gewiss jeder etwas - auch bis tief in die Nacht hinein.

Fotografiert habe ich wie so oft auf Reisen mit meiner kleinen RX100 MIII von Sony... sie bildet einfach den passenden Kompromiss zwischen guter Bildqualität und Kompaktheit.

VON POTSDAM NACH ST. PETERSBURG - UND ZURÜCK (TEIL 8 VON 8) by Martin Drobusch

Eine Station blieb uns noch, bevor es wieder zurück nach Deutschland gehen sollte... und diese letzte Station empfand ich persönlich als kleines Juwel. Die Sprache ist von der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. 

Neben besten Wetterbedingungen, den vielen Booten in den Wasserstraßen und toller Architektur stolperten wir u.a. auch über eine CSD-vergleichbare Veranstaltung mit gut gelaunten Menschen aller couleur.

Von Kopenhagen aus ging es dann weiter mit dem Auto nach Süden bis Rödby - und dort die letzten Kilometer gemtülich per Fähre nach Puttgarden in Schleswig... die Heimat hatte uns wieder.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Die ganze Tour war mega interessant,  sehr intensiv und hat uns sehr viele positive Eindrücke vermittelt und auch einige Highlights zu Tage gefördert. 

Neben Kopenhagen hat mich natürlich insbesondere St. Petersburg schwer beeindruckt - aber genauso die Städte der baltischen Staaten und auch Warschau - eine extrem pulsierende und quirlige Stadt.

Fazit: Jederzeit wieder - aber dann mit etwas mehr Zeit! 

VON POTSDAM NACH ST. PETERSBURG - UND ZURÜCK (TEIL 7 VON 8) by Martin Drobusch

Nach unserer Fährüberfahrt von Turku nach Schweden begrüßte uns am nächsten Morgen die dortige Hauptstadt Stockholm, gehüllt in Regentropfen... schade.

Aufgrund des bescheidenen Wetters und beim Blick auf die Uhr entschieden wir uns weiter durch's Land zu reisen und den kleinen Ort "Gränna" anzusteuern... ein Kumpel empfahl ihn im Vorfeld aufgrund der traditionellen Herstellung von Lutschern - ja, Süßkram in allerlei Formen - sowohl für Kinder als auch Erwachsene... danach ging es dann weiter in unsere kurzfristig gebuchte Unterkunft in Jönköping... vermutlich die teuerste Unterkunft auf unserer ganzen Reise - dafür aber auch tip top eingerichtet, mit Seeblick und selfmade "Köttbullar-Döner"... bevor es dann am nächsten Tag bereits weiter nach Dänemark gehen sollte... to be continued ;)